Datum
26.11.2025
Digitale Kompetenz entscheidet über die Zukunft des Gesundheitswesens: Die Bedag macht Innovation greifbar – mit sicheren Fachanwendungen, datenbasierten Entscheidungen und einem Betrieb, der Stabilität garantiert.
Auch wenn der Weg zu einem elektronischen Patientendossier lang ist, erfolgt die Digitalisierung im Gesundheitswesen doch stetig und in kleinen Schritten. Dabei erfordert sie Präzision, Vertrauen und die Fähigkeit, komplexe Systeme unterbrechungsfrei zu transformieren. Zwischen Spitälern, Apotheken, Versicherern und Behörden verlaufen heute unzählige Datenströme – sensibel, kritisch, lebenswichtig. Der Anspruch ist ebenso hoch wie die Verantwortung: Informationen müssen fliessen, aber vertraulich bleiben; Prozesse sollen sich beschleunigen, aber eingehalten werden und nachvollziehbar bleiben.
Damit solche Digitalisierungsprojekte gelingen, braucht es mehr als technische Expertise. Entscheidend sind mehrere ineinandergreifende Faktoren, wie eine robuste digitale Infrastruktur, klare Governance-Strukturen, Vertrauen durch Datensicherheit, digitale Kompetenz auf allen Ebenen, konsequente Nutzerorientierung oder eine enge Zusammenarbeit aller Akteure. Erst im Zusammenspiel aller Elemente entfaltet die Verwaltung ihre digitale Schlagkraft – und genau hier zeigt sich die Kompetenz der Bedag.
BEmedko – Digitalisierung der verkehrsmedizinischen Kontrolle im Kanton Bern
Ein anschauliches Beispiel für die erfolgreiche Digitalisierung im Gesundheitswesen liefert die Fachanwendung BEmedko, die die Bedag im Auftrag des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts des Kantons Bern realisiert hat. Die Webapplikation digitalisiert den gesamten Prozess der verkehrsmedizinischen Kontrolle zwischen den Ärztinnen und Ärzten sowie der Behörde, von der Erfassung des ärztlichen Zeugnisses bis hin zur abschliessenden Beurteilung.

Personen über 75 Jahre mit Führerausweis müssen alle zwei Jahre und Personen mit einer Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport alle fünf Jahre eine verkehrsmedizinische Untersuchung bei einem qualifizierten Arzt absolvieren. Dieser erfasst das ärztliche Zeugnis direkt in der intuitiv bedienbaren BEmedko-WebApp. Nach Abschluss werden die Resultate verschlüsselt an das Strassenverkehrsamt übermittelt, wo ein Grossteil der Fälle automatisch verarbeitet und abgeschlossen wird. Fälle, die einer individuellen Beurteilung bedürfen, gelangen an eine Sachbearbeiterin oder einen Sachbearbeiter, welche über eine integrierte Chatfunktion direkt mit der zuständigen Ärztin oder dem zuständigen Arzt kommunizieren können. Die Authentifizierung, der Zugriff auf die Applikation und die sichere Datenübertragung erfolgen über die etablierte HIN-Plattform, eine im Gesundheitswesen weit verbreitete Lösung für Authentifizierung und Verschlüsselung.
Das Resultat überzeugt: Rund 97 % der jährlich etwa 52 000 verkehrsmedizinischen Kontrollen werden inzwischen mit BEmedko abgewickelt. Auf Seiten des Strassenverkehrsamts werden rund 70 % der Fälle vollständig automatisch verarbeitet – von Aufgebot bis Abschluss. Damit reduziert die Lösung den administrativen Aufwand erheblich und erhöht gleichzeitig die Qualität und Nachvollziehbarkeit der Prozesse. Mit BEmedko überführt die Bedag einen komplexen, sicherheitsrelevanten Verwaltungsprozess in eine durchgängig digitale, effiziente und praxistaugliche Lösung.
HelloDATA – datenbasiert entscheiden statt spekulieren
Wie wertvoll Daten und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse im Gesundheits- und Sozialwesen sind, zeigte sich während der Coronapandemie und der Ukraine-Krise. In dieser Zeit hat die Bedag im Auftrag der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) des Kantons Bern das Produkt HelloDATA entwickelt. Ziel war es, das analytische Datenmanagement zu stärken und zentrale Steuerungsinstrumente der Direktion auf eine solide Informationsbasis zu stellen.
HelloDATA verknüpft operative Daten aus verschiedenen Fachapplikationen in einem zentralen Data Warehouse und stellt sie in kundenspezifischen Dashboards dar. Diese ermöglichen es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Ressourcen gezielt zu steuern und politische Entscheidungen datenbasiert zu treffen.
Wie das konkret funktioniert, zeigt das Webinar «Datenbasierte Entscheidungen im Gesundheitswesen – Effizienz steigern, Kosten senken», in dem die Bedag gemeinsam mit der GSI und der Löwenfels AG praxisnah erläutert, wie datengetriebene Informationspolitik und die Integration unterschiedlicher Anwendungen gelingen.
HelloDATA demonstriert die datenstrategische Kompetenz der Bedag: Daten werden hier nicht nur gesammelt, sondern strukturiert, verknüpft und in aussagekräftige Erkenntnisse überführt – ein Schlüsselfaktor jeder nachhaltigen Digitalisierung. Bis heute konnte die Bedag für den Kanton Bern über fünfzig verschiedene, kundenspezifische Dashboards aufbereiten.
Sicherer Betrieb – digitale Stabilität als Vertrauensgrundlage
Digitale Kompetenz zeigt sich allerdings nicht nur in der Entwicklung, sondern auch im Betrieb. Die Bedag betreibt im eigenen Data Center des Kantons Bern zahlreiche Fachanwendungen, auch aus dem Gesundheitsbereich, unter höchsten Sicherheits- und Verfügbarkeitsstandards.
Dank der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit den kantonalen Direktionen kennt die Bedag die internen Strukturen, Schnittstellen und Abhängigkeiten der dortigen Systeme im Detail. Diese Nähe zur Verwaltung ist ein entscheidender Vorteil: Sie ermöglicht einen sicheren, effizienten und kontinuierlich überwachten Betrieb sensibler Anwendungen. In einem Umfeld, in dem Datenschutz und Betriebssicherheit gleichermassen erfolgskritisch sind, bildet die Bedag das digitale Rückgrat der Berner Kantonsverwaltung.
Mit der geplanten digitalen Gesundheitsplattform (DIGEP) steht der Kanton Bern vor einem weiteren Meilenstein. Ziel ist es, Spitäler, Heime und ambulante Dienste über einheitliche Schnittstellen zu vernetzen und Daten effizient sowie sicher auszutauschen – unabhängig davon, ob die Plattform auf Epic oder einem offenen System basieren wird.
Wir von der Bedag sind bereit, den Betrieb einer solchen Plattform zu gewährleisten. Unsere Erfahrung mit interoperablen Systemen, sicheren Infrastrukturen und komplexen Verwaltungsprozessen ermöglicht eine vernetzte, patientenzentrierte Gesundheitsversorgung und schafft Vertrauen in die digitale Zukunft – Schritt für Schritt, Anwendung für Anwendung, im Dienst eines funktionierenden Gesundheitswesens.